
Text von Thomas Roost, Fotos: zvg/NHL
Die Würfel sind gefallen. Nichts geht mehr bis im Sommer. Nach der Tradedeadline vom 6. März dürfen keine Trades mehr getätigt werden. Die Tradedeadline wird immer mit grosser Spannung erwartet und die letzten Stunden vor dem Ende sind betreffend Spekulationen und Fakten immer aufregend und hektisch.
Colorado Avalanche
Im Vergleich zu den anderen Stanley Cup Contendern, die mehr oder weniger mit leeren Händen dastehen, hat sich Colorado vor allem mit dem Center Nazem Kadri von den Calgary Flames in einem «Last Minute Trade» Blumen verdient. Kadri ist ein alter Bekannter in Denver, er war massgeblich am Stanley Cup Gewinn der Avalanche in der Saison 21/22 beteiligt. Aber auch die Zuzüge des Drittliniencenters Nicolas Roy und des zuverlässigen Verteidigers Brett Kulak machen die Avalanche besser und untermalen ihre Ambitionen auf den Stanley Cup.
Anaheim Ducks
Der wohl grösste gefangene Fisch im Trade-Deadline-Teich ist der begnadete Offensiv-Verteidiger der Washington Capitals, John Carlson. Er wird vermutlich eine grosse Hebelwirkung im Powerplay der Ducks entfalten. Das Powerplay der Ducks ist ein «Sorgenkind» und resultiert aktuell nur gerade an 23. Stelle.
Edmonton Oilers
Die rätselhaften Oilers die ihr Gegentor-Problem trotz wiederholter Goaliewechsel nicht in den Griff bekommen, haben mit zwei unspektakulären Trades, immerhin auf dem Papier ihre Schwäche relativiert. Drittliniencenter Jason Dickinson und Defensivverteidiger Connor Murphy sind nicht unbedingt mega sexy Zuzüge, adressieren aber exakt die Schwäche im Defensivverhalten und beides sind top PK-Spezialisten.
Minnesota Wild
Ok, mit dem frühen Trade für Quinn Hughes und der Vertragsverlängerung für Kirill Kaprizov hat GM Bill Guerin schon früh seine Ambitionen auf den Stanley Cup angemeldet. Etwas seltsam darum, dass er bei der Trade Deadline ohne Impact von dannen zieht. Zum ulitimativen Stanley Cup Anwärter fehlt noch Klasse auf der Centerposition und ich habe erwartet, dass diesbezüglich eine Erfolgsmeldung zur Kenntnis genommen werden darf. Ich habe mich aber getäuscht.
Carolina Hurricanes
Auch die Carolina Hurricanes gehören zu den Stanley Cup Anwärtern und auch bei den Carolina Hurricances fehlt ein valabler Nr. 2 Center. Ihre jüngste Historie anlässlich der Trade Deadlines liess Spektakuläres erhoffen aber nichts dergleichen ist geschehen. Ist die All-In-Strategie des maga smarten GMs Eric Tulsky auf halbem Weg steckengeblieben?
Montreal Canadiens
Ich habe erwartet, dass die aufstrebenden Montreal Canadiens aggressiv auf dem Trade-Deadline Markt auftreten werden, denn ihnen fehlt einerseits nicht viel zum Stanley Cup Contender (2. Lininencenter und ein zusätzlicher, valabler Goalie) und andererseits haben sie viele wertvolle Assets in der Prospects-Pipeline zu bieten. Ebenfalls ist es ihnen nicht gelungen, den hoch talentierten Problemspieler Patrik Laine (zu viele verletzungsbedingte Ausfälle) in einen Deal einzubetten.
Ernst zu nehmende Quellen berichteten (zu) früh, dass sich die Buffalo Sabres die Dienste des St. Louis Blues Defenders Colton Parayko gesichert haben. Dies war eine spektakuläre «Ente», denn Parayko hatte eine «Non Trade Clause» in seinem Vertrag und offensichtlich sofort und unmissverständlich gemeldet, dass er auf dieser «No Trade Clause» beharre und somit scheiterte der bereits gemeldete Trade zwischen den St. Louis Blues und den Buffalo Sabres.